
Geschichtliches
In der Vergangenheit Schönburgs spielten das Kloster Mondsee und adelige Schlossherren eine wichtige Rolle.
„In deiner Hand steht meine Zeit.”
Schönburgs Weg in die Gegenwart
Schönburg tritt urkundlich erstmals im Jahr 1121 in Erscheinung. Damals gab es bereits die Herren von Schönburg, die Ministerialen des Klosters Mondsee waren und hier das Verwaltungszentrum der Mondseer Besitzungen leiteten. Die Adeligen von Schönburg mischten auch auf der politischen und kirchlichen Bühne ihrer Zeit mit und stellten im 16. Jahrhundert vier Passauer Domkapitulare. Der bedeutendste unter ihnen war Johann von Schönburg: Als Weltpriester musste er in den Wirren der Nachreformationszeit das Kloster Melk als Abt (1549 bis 1552) retten, 1552 wurde er zum Bischof von Gurk in Kärnten geweiht (gestorben am 9. Januar 1555 in Passau). Der letzte Vertreter derer von Schönburg ließ in den Jahren 1676 bis 1680 das heutige Schloss errichten. Weitere Besitzer der Hofmark und des Schlosses waren die Grafen von Closen (ab 1694), die Grafen von Leyden (ab 1801) und die Grafen von und zu Arco-Zinneberg (ab 1876). Seit 1972 befinden sich Schloss und Gutshof in Privatbesitz.
Schönburg hatte lange Zeit eine eigene Schule (in diesem Gebäude wurde später der Landkindergarten untergebracht), und auch die sonstige dorfübliche Infrastruktur wie Gastwirtschaft und Krämerei, es war jedoch nie Sitz einer politischen Gemeinde. Bis zur Eingemeindung nach Pocking 1971 gehörte das Gebiet zur Gemeinde Kühnham.
In kirchlicher Hinsicht gehörte Schönburg zur uralten, dem Kloster Mondsee (später dem Passauer Domkapitel) inkorporierten Pfarrei Weihmörting. 1709 wurde ein eigenes Schlossbenefizium errichtet. 1886 wurde Schönburg zur Expositur erhoben und damit aus dem Weihmörtinger Pfarrsprengel herausgelöst. Am 25. Januar 1921 erfolgte die Errichtung der Pfarrei Schönburg. Zum 1. September 1973 wurde der Pfarrverband mit Pocking ins Leben gerufen.
Text: Pfarrer i. R. Dr. Oswin Rutz und Pfarrer Christian Thiel; Weiterführende Literatur: Sabine Komarek-Moritz, Die Kirchen der Pfarrei Pocking und Schönburg, Passau 2003 (PEDA-Kunstführer Nr. 183/2003), 23 – 24.
„Liebe deine Geschichte! Es ist der Weg, den Gott mit dir gegangen ist.”
