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Schönburg ca 1910 Postkarte Frankenberger

Geschichtliches

In der Vergangenheit Schönburgs spielten das Kloster Mondsee und adelige Schlossherren eine wichtige Rolle.

In dei­ner Hand steht mei­ne Zeit.”

Ps 31,16

Schönburgs Weg in die Gegenwart

Schön­burg tritt urkund­lich erst­mals im Jahr 1121 in Erschei­nung. Damals gab es bereits die Her­ren von Schön­burg, die Minis­te­ria­len des Klos­ters Mond­see waren und hier das Ver­wal­tungs­zen­trum der Mond­seer Besit­zun­gen lei­te­ten. Die Ade­li­gen von Schön­burg misch­ten auch auf der poli­ti­schen und kirch­li­chen Büh­ne ihrer Zeit mit und stell­ten im 16. Jahr­hun­dert vier Pas­sau­er Dom­ka­pi­tu­la­re. Der bedeu­tends­te unter ihnen war Johann von Schön­burg: Als Welt­pries­ter muss­te er in den Wir­ren der Nach­re­for­ma­ti­ons­zeit das Klos­ter Melk als Abt (1549 bis 1552) ret­ten, 1552 wur­de er zum Bischof von Gurk in Kärn­ten geweiht (gestor­ben am 9. Janu­ar 1555 in Pas­sau). Der letz­te Ver­tre­ter derer von Schön­burg ließ in den Jah­ren 1676 bis 1680 das heu­ti­ge Schloss errich­ten. Wei­te­re Besit­zer der Hof­mark und des Schlos­ses waren die Gra­fen von Clo­sen (ab 1694), die Gra­fen von Ley­den (ab 1801) und die Gra­fen von und zu Arco-Zin­ne­berg (ab 1876). Seit 1972 befin­den sich Schloss und Guts­hof in Privatbesitz.

Schön­burg hat­te lan­ge Zeit eine eige­ne Schu­le (in die­sem Gebäu­de wur­de spä­ter der Land­kin­der­gar­ten unter­ge­bracht), und auch die sons­ti­ge dorf­üb­li­che Infra­struk­tur wie Gast­wirt­schaft und Krä­me­rei, es war jedoch nie Sitz einer poli­ti­schen Gemein­de. Bis zur Ein­ge­mein­dung nach Pocking 1971 gehör­te das Gebiet zur Gemein­de Kühnham. 

In kirch­li­cher Hin­sicht gehör­te Schön­burg zur uralten, dem Klos­ter Mond­see (spä­ter dem Pas­sau­er Dom­ka­pi­tel) inkor­po­rier­ten Pfar­rei Weih­mör­ting. 1709 wur­de ein eige­nes Schloss­be­ne­fi­zi­um errich­tet. 1886 wur­de Schön­burg zur Expo­si­tur erho­ben und damit aus dem Weih­mör­tin­ger Pfarr­spren­gel her­aus­ge­löst. Am 25. Janu­ar 1921 erfolg­te die Errich­tung der Pfar­rei Schön­burg. Zum 1. Sep­tem­ber 1973 wur­de der Pfarr­ver­band mit Pocking ins Leben gerufen. 

Text: Pfar­rer i. R. Dr. Oswin Rutz und Pfar­rer Chris­ti­an Thiel; Wei­ter­füh­ren­de Lite­ra­tur: Sabi­ne Koma­rek-Moritz, Die Kir­chen der Pfar­rei Pocking und Schön­burg, Pas­sau 2003 (PEDA-Kunst­füh­rer Nr. 183/2003), 23 – 24.

Lie­be dei­ne Geschich­te! Es ist der Weg, den Gott mit dir gegan­gen ist.”

Leo Tolstoi, 1828-1910
Schönburg ca 1930 Postkarte Frankenberger